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Hammerarten und ihre Einsatzgebiete

Der Hammer gilt als das älteste Werkzeug der Welt. Schon in der Steinzeit kam er fleißig zum Einsatz. Kein Wunder, er ist schließlich ein echtes Multitalent. Ständig erfindet er sich neu. Doch welche Hammerarten gibt es eigentlich und für welche Einsatzgebiete eignen sie sich?

1. Der Schlosserhammer

Der Schlosserhammer ist der Klassiker schlechthin. Sein Aufbau ist simpel: Mehr als zwei Bausteine braucht er nicht. Die Rede ist von einem schlanken Holz- oder Glasfaserstiel und einem Stahlkopf. Die eine Seite des Stahlkopfes läuft spitz zu, die andere Bahn ist flach. So eignet sich die flache Partie ausgezeichnet zum Nägel einschlagen.

2. Der Klauen- und Latthammer

Beim Holzbau ist der Latthammer unverzichtbar. Der Hauptgrund: Anders als beim klassischen Schlaghammer ist hier die Bahn geriffelt. Und genau diese geriffelte Oberfläche verleiht dem Hammer beim Aufschlagen mehr Grip. Einige Modelle sind sogar mit einer magnetischen Führung ausgerüstet, in die sich der Nagel mühelos einführen lässt. So kann man den Nagel ohne Probleme mit einer Hand einschlagen.

Ein weiteres Markenzeichen des Latthammers ist seine gespaltene Finne. Damit lassen sich die Nägel ohne großen Aufwand wieder herausziehen. Gerade bei kleinen Malheurs ist die gespaltene Seite Gold wert. Denn wurde der Nagel falsch eingeschlagen, lässt er sich einfach wieder herausziehen.

Der Klauenhammer ist dem Latthammer im Aufbau sehr ähnlich. Der Unterschied: Er ist mit einer flächenschonenden Bahn ausgestattet. Umso besser eignet er sich für filigrane Arbeiten, da die Fläche um den Nagel herum dank der durchdachten Konstruktion keinen großen Schaden nimmt.

3. Der Schonhammer

Beim Schonhammer ist der Name Programm: Er geht besonders schonend mit Materialien um. Möglich macht es der clevere Aufbau. Die eine Seite besteht aus einer weicheren Gummifläche, die andere Seite aus einer härteren Kunststofffläche. Gelegentlich lassen sich die beiden Seiten sogar austauschen.

Besonders bewährt hat sich der Schonhammer beim Möbelbau, insbesondere beim Einschlagen von Holzdübeln. So nimmt das Material keinen Schaden.

4. Das Klopfholz

Im Tischlerhandwerk ist das Klopfholz weit verbreitet. Aus gutem Grund: Mit dem robusten Hammer lässt sich mühelos Holz bearbeiten. Hierfür nutzt der Tischler ein Stemmeisen oder einen Beitel und schlägt vorsichtig mit dem Klopfholz auf das Werkzeug.

Gut zu wissen: Da der Hammer ausschließlich aus Holz besteht, ist er im Vergleich zu seinen Pendants ein echtes Leichtgewicht. Lediglich zwischen 350 bis 1000 Gramm bringt er auf die Waage.

5. Der Gummihammer

Bei empfindlichen Materialien, die nicht zu Schaden kommen dürfen, greifen Handwerker gerne zum Gummihammer. Der Grund: Da der Kopf aus einer weicheren Hartgummimischung besteht, geht er besonders schonend mit den zu bearbeitenden Materialien um.

Ob Bodenplatten verlegen, Möbel bauen oder Schränke festklopfen – der Gummihammer kommt bei den verschiedensten handwerklichen Aufgaben zum Einsatz. Selbst beim Trockenbau darf er nicht fehlen, vor allem nicht bei der Verarbeitung von Gipsplatten.

6. Der Fliesenhammer

Anders als der Gummi- oder Holzhammer ist der Fliesenhammer anmutig und filigran. Zudem ist er mit lediglich 100 Gramm ein Fliegengewicht. So geht es bei diesem Werkzeug weniger um Kraft als um Präzision.

Die Finne des feinen Hammers läuft spitz zu, sodass man mit ihr problemlos Löcher in die Fliesen schlagen kann.

Wichtig: Wer mit einem Fliesenhammer arbeitet, steht mit Handschuhen und Schutzbrille auf der sicheren Seite. So ist man bestens vor Fliesensplittern geschützt.

7. Der Fäustel

Der Fäustel spielt in der Metallverarbeitung die Hauptrolle. Doch auch bei der Verarbeitung von Stein erfreut er sich großer Beliebtheit, insbesondere in Kombination mit einem Meißel. Hierbei legt der Handwerker den Meißel auf den Stein und schlägt anschließend mit dem Fäustel darauf. Der große Unterschied zu den anderen Hammerarten: Der Fäustel kommt ohne Finne aus.

8. Der Maurerhammer

Der Maurerhammer ist dem Fäustel zum Verwechseln ähnlich. Der große Unterschied: Er verfügt über eine Finne, die sich als Meißel einsetzen lässt. Gleichzeitig ist er mit einer flachen und aufgerauten Bahn ausgestattet, in der sich nicht selten eine Einkerbung als Nagelheber befindet.

9. Der Vorschlaghammer

Der Vorschlaghammer ist mit Abstand der größte Hammer, was sich auch auf der Waage abzeichnet. Zwischen drei bis fünf Kilogramm wiegt das Schwergewicht. Ebenfalls typisch für den Vorschlaghammer sind die abgerundete Finne und die quadratische Bahn.

Hauptsächlich benutzen wir den Vorschlaghammer für gröbere Arbeiten wie zum Abreißen und Pflöcke einschlagen. Schutzkleidung ist hier unverzichtbar. Schließlich können sich durch die enorme Schlagkraft schnell Splitter lösen und die Haut durchbohren.

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