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Hochbeet selbst bauen– wenig Platz, viel Ertrag

Die Kunst des erfolgreichen Gärtners liegt darin, den verfügbaren Platz optimal zu nutzen und hier all das anbauen zu können, was er sich wünscht. Doch schlechte Böden, zu wenig verfügbarer Raum oder ungünstige Standorte erschweren das Vorhaben oftmals. Ein Hochbeet dürfte dagegen die Lösung auf all diese Probleme sein.

Ein Hochbeet: Was ist das eigentlich?

Zugegeben, eine wirklich neue Entwicklung stellt das Hochbeet nicht dar. Schon die antiken Kulturen Roms und Griechenlands nutzten vor rund 2.500 Jahren diese Option zum Anbau kleinerer Pflanzenarten wie Kräuter oder Gemüse. Insbesondere steinige und nährstoffarme Untergründe entgingen durch den Aufbau eines Hochbeetes der Gefahr, vergeudet zu werden.

Auch heute folgen viele Gärtner dieser Idee, die sich relativ leicht umsetzen lässt und dabei diverse Vorteile kennt. Übrigens kann durch das Auffüllen des etwa 50 bis 150 Zentimeter hohen Beetes mit Erden, Steinen oder organischen Materialien die darin befindliche Bodenqualität nicht nur beeinflusst werden – vielmehr lässt sie sich exakt auf die hier anzubauenden Pflanzen ausrichten. Ein weiterer Pluspunkt: Der Gärtner muss sich bei der Arbeit nicht mehr bücken.

Für fast jeden Untergrund geeignet

Ein solches Beet lässt sich an nahezu jedem Ort errichten. Entscheidend ist alleine, dass der Boden eine befestigte und begradigte Struktur aufweist, die auch den Wettereinflüssen trotzt. Das kann etwa im Garten, auf Wegen, auf der Terrasse oder sogar auf dem Balkon sein.

Wer ein Hochbeet selbst bauen möchte, kommt also um das lästige Gießen eines Fundamentes herum. Dennoch muss natürlich eine geeignete Stelle ausgesucht werden. Gerade abschüssige Böden könnten nämlich bei starken Regenfällen an Stabilität verlieren. Zudem wird der Standort so gewählt, dass er die in dem Hochbeet wachsenden Pflanzen begünstigt. Je nach Bedarf können somit sonnige oder schattige, warme oder kältere, offene oder geschützte Bereiche im Garten in Betracht kommen.

Das Errichten der Außenwände

Ein Hochbeet bauen – eine Aufgabe, die sich mit ein wenig Kreativität ganz leicht umsetzen lässt. Denn welche Höhe und welche Form das Beet am Ende erhalten soll, wird je nach Wunsch und Bedarf individuell bestimmt. Mit etwas Geschick können dabei unterschiedliche Ebenen entstehen, die jeweils den Anbau von Gemüse und Kräutern erlauben.

Während robustere und größere Sorten eher die unteren Lagen beanspruchen, erhalten Dill, Schnittlauch und Petersilie den obersten Platz. Für die Außenwände lassen sich zudem unterschiedliche Materialien verwenden. Gebräuchlich sind hierbei natürliche Rohstoffe wie Holz und Stein. Aber auch Kunststoffe und Metalle können genutzt werden.

Zum Errichten des Grundgerüsts benötigen Sie lediglich vier Eckpfosten und ausreichend Bretter für die Außenwände. Achten Sie darauf, dass Sie Holz wählen, das unbehandelt und frei von Pestiziden ist. Nun müssen Sie die Bretter nur noch verbinden. Dazu eignen sich Schrauben aus Edelstahl, denn sie rosten nicht.

Die Frage der Innenverkleidung

Wer ein Hochbeet selber bauen möchte, sollte gewissenhaft vorgehen. So leicht sich die Außenwände dabei auch errichten lassen, so abweichend fallen oft die Meinungen darüber aus, ob die Innenseiten des Beetes isoliert oder anderweitig geschützt werden müssen. Simple Aufbauten können darauf zwar verzichten – soll das Hochbeet aber mehrere Jahre überdauern, ohne saniert werden zu müssen, so sind umfangreiche Vorarbeiten nötig.

Sinnvoll dürfte es dabei sein, den Innenbereich des Beetes mit robuster Teichfolie auszukleiden. Auf diese Weise kann Wasser weder ein- noch austreten. Ebenso steht nicht zu befürchten, dass sich die zuweilen hartnäckigen Wurzeln der Gewächse durch jede Fuge des Beetes in die Außenbereiche drängen. Daher ist sogar das Verputzen oder das Auslegen mit Steinen an den Innenwänden möglich.

Auf die Füllung kommt es an

Der große Vorteil eines solchen Beetes liegt darin, dass es auch auf wenig ertragreichen Unterböden aufgestellt werden kann. Wichtig hierbei ist es indes, das Beet nicht alleine mit den im Garten verfügbaren Erden aufzufüllen. Vielmehr sollte eine möglichst hohe Menge an unterschiedlichen Nährstoffen genutzt werden. Heißt konkret, dass die Bodenlage im Hochbeet mit Laub und grobem Baumschnitt ausgelegt wird. Darüber können gemähtes Gras und Moose platziert werden.

Die weiteren Schichten werden locker durch Muttererde und Kompost angehäuft. Den Abschluss bildet eine feine Lage aus Blumenerde. Auf diese Weise entsteht ein ebenso preiswertes wie effektives Substrat, das die hier anzubauenden Pflanzen optimal mit Nährstoffen versorgt – und das die zusätzliche Beimischung von Düngemitteln überflüssig werden lässt.

Die regelmäßige Pflege

Es ist eine schöne Idee, ein Hochbeet bauen zu wollen. Dennoch darf der Gärtner auch nach dem Errichten desselben die Arbeit nicht ruhen lassen. Erfahrungsgemäß gilt, dass ein solcher Aufbau deutlich mehr Wasser als jedes normale Beet benötigt. Es sollte daher dringend vermieden werden, auf das Gießen über mehrere Tage hinweg zu verzichten.

Zudem ist zu beachten, dass durch die ausnahmslos natürlichen Materialien für die im Innenbereich angelegten Schichten auch ein starker Verrottungsprozess anläuft. Er führt dazu, dass die Erde im Hochbeet nach und nach spürbar nachgeben wird. Hier muss folglich im Rhythmus aller ein bis zwei Jahre aufgefüllt werden, um ein allzu starkes Absinken zu vermeiden. Gelingt das, erlaubt das Hochbeet eine effiziente Ernte bei kleinem Platzverbrauch.

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