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Nageln, schrauben oder leimen? Tipps für sichere Holzverbindungen

Viele Heimwerker bevorzugen aus zeitlichen Gründen häufig einfache Lösungen, um Holzelemente miteinander zu verbinden. Dazu zählen in erster Linie All-in-one-Klebstoffe, die schnelles Arbeiten versprechen.

Der wahre Holzliebhaber hingegen setzt vielmehr auf die bewährten Fachkenntnisse erfahrener Schreiner, um langlebige und solide Holzverbindungen herzustellen. Dieser Beitrag informiert über die wichtigsten Techniken, Holzelemente entweder zu nageln, zu schrauben oder zu leimen.

Einfach, aber solide: Verbindungen durch Nageln

Nägel kommen vor allem an Stellen zum Einsatz, an denen die Optik eher zweitrangig ist. Als hocheffizientes Bindeglied hat der Nagel im Laufe der Jahre nichts von seiner Bedeutung eingebüßt und gilt als eines der wichtigsten Bindeglieder im konstruktiven Holzbau. Da das erforderliche Geschick bei der Arbeit mit Hammer und Nagel eher gering ist, stellt sich diese Technik aus handwerklicher Sicht als wenig herausfordernd dar.

Sie benötigen lediglich Nägel in der für Ihre Zwecke passenden Größe und einen Hammer, welcher der Größe der Nägel angemessen ist. Denn mit einem großen, schweren Hammer lassen sich zierliche und weiche Nägel kaum bearbeiten. Herkömmliche Schlosserhämmer existieren in unterschiedlichen Größen und Gewichtsklassen. Gestaffelt von zweihundert Gramm bis anderthalb Kilogramm werden sie häufig als komplettes Set verkauft.

Als Naturprodukt ist Holz nicht immer absolut berechenbar. Die Art und Weise, wie es auf die handwerkliche Bearbeitung reagiert, kann manchmal zu Überraschungen führen. Wichtig ist, behutsam vorzugehen, da sonst die Gefahr besteht, durch zu starkes Hämmern Risse im Holz zu verursachen.

Ein Brett mit einer Brettkante zu vernageln erweist sich als einfache Aufgabe und bietet den Vorteil, dauerhafter Belastung. Wer die Abzugskräfte der einzelnen Elemente erhöhen möchte, sollte darauf achten, die Nägel schräg zueinander in das Holz zu treiben. Gerade bei Eckverbindungen kann das Holz leicht einreißen, was ein Grund dafür ist, an diesen Stellen eher auf andere Verbindungsmethoden zu setzen.

Schraubverbindungen und ihre Einsatzgebiete

Wie jeder erfahrene Heimwerker weiß: Schraubverbindung ist nicht gleich Schraubverbindung. Je nach Ort und Zweck kommen unterschiedlichen Varianten dieser Verbindungstechnik zum Einsatz. Hier finden Sie die häufigsten Varianten von Schraubverbindungen inklusive einiger Tipps, die Ihnen dabei helfen, Fehler zu vermeiden.

 1. Die sichtbare Verschraubung

Holzteile sichtbar miteinander zu verschrauben, ist die einfachste Art der Verschraubung. Allerdings sollte dabei berücksichtigt werden, dass die Köpfe der Dübel dauerhaft im Werkstück zu erkennen sind.

2. Die verdeckte Verschraubung

Sollen Holzdübel zwar Stabilität gewährleisten, jedoch nicht sichtbar sein, können diese gänzlich in das Holz eingelassen werden. Während des Bohrens sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Dübellöcher genau fluchten, da sonst die Gefahr von Verkantungen besteht.

3. Die Flachdübelverbindung

Mithilfe einer Flachdübelfräse lassen sich Schlitze für Verbindungsplättchen schnell und einfach in die jeweiligen Bauelemente fräsen. Diese können Sie stabil und nachhaltig mit Flachdübeln und Leim verbinden.

4. Stabilisierung geleimter Ecken mithilfe von Rund- oder Flachdübeln

Bei winklig miteinander zu verleimenden Holzplatten, wie es beispielsweise die Konstruktion von Schubladen erfordert, können die schmalen Leimflächen zusätzlich durch Rund- und Flachdübel verstärkt werden. Je nach Bauteil kann hier auf verschiedene Hölzer und Größen zurückgegriffen werden. Alternativ bieten Dübelstangen die Möglichkeit, die Länge der Dübel individuell festzulegen.

Kleben und Leimen

Holzleim wird in unterschiedlichen Qualitäten angeboten, wobei moderner Holzleim sich grundsätzlich gut handhaben lässt und langlebige Verbindungen gewährleistet. In der Regel kommt Warmleim im Heimwerkerbereich äußerst selten zur Anwendung. Die meisten Hobby-Schreiner setzen auf Kaltleim, der sowohl in der wasserfesten Variante als auch in klassischer Form nachhaltige Ergebnisse liefert.

Wasserfester Leim wird bevorzugt, wenn der Einsatz in feuchter Umgebung erfolgen soll, da dieser nur wenige Minuten nach dem Auftragen trocknet. Klassischer Holzleim kann überall dort verwendet werden, wo genügend Zeit zum Abbinden vorhanden ist. Großflächige Elemente eignen sich besonders gut für eine Verbindung durch Leim. Wenn Sie also eine ganzflächige und dauerhafte Verbindung zweier Holzbretter anstreben, ist das Leimen eindeutig dem Schrauben bzw. Nageln vorzuziehen.

Unverzichtbar für den dauerhaften Halt geleimter Bauteile aus Holz sind Schraubzwingen in verschiedenen Größen. Diese sind nötig, um die geleimten Elemente einwandfrei zu fixieren bzw. aneinanderzupressen, bis der Leim vollständig ausgehärtet ist. Erst eine komplette Aushärtung des Leimes bewerkstelligt eine Endfestigkeit, die größer ist als die Festigkeit der einzelnen Holzbauteile. Wer schon einmal versucht an, eine geleimte Eckverbindung zweier Holzwerkstücke zu lösen, wird bemerkt haben, dass die Verbindung nicht an der geleimten Stelle bricht. Vielmehr wird dadurch das Holz selbst beschädigt!

Je nach Projekt, Holzsorte und Größe der zu verbindenden Elemente können Sie sich für verschiedene Methoden der Verbindung entscheiden. Bevor Sie loslegen, planen Sie jeden Schritt sorgfältig durch und finden Sie heraus, welche Verbindungsart zeitlich und ökonomisch sinnvoll ist und am effektivsten zum gewünschten Ergebnis führt.

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