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Welche Unterlegscheibe für welche Schraube?

Unterlegscheiben aus Kunststoff? Die leichte Lösung in Sachen Unterlegscheibe!

Unterlegscheiben verteilen den Pressdruck, der beim Anziehen von Schrauben und Muttern über Gewinde entsteht, auf einer breiteren Auflagefläche. Das ist die Kurzfassung – tatsächlich sind die Funktionen der Scheiben etwas komplexer.

Die Unterlegscheibe wird sowohl bei Werkstücken aus Holz als auch bei Stücken aus Metall und Kunststoffen verwendet. Während sie bei weichen Werkstoffen wie Holz in erster Linie den Druck verteilen und damit Verformungen des Materials verhindern soll, kann so eine Beilagscheibe bei beweglichen Teilen auch mechanische Reibung abfangen. Die Scheibe schützt also die Oberfläche der Materialien.

Unterlegscheiben aus Kunststoff oder aus Metall?

Die Beilagscheibe aus Metall ist den meisten Menschen bekannt. Die Scheiben aus Metalllegierungen sind robust, meist korrosionsbeständig und Massenware. Sie haben aber auch Nachteile:

  • Metalllegierungen sind elektrisch leitfähig.
  • Metalllegierungen reagieren auf Magnetfelder.
  • Metall hat ein eher hohes Gewicht.

Natürlich gibt es auch Legierungen, die ein eher geringes Gewicht aufweisen, die sind aber nicht so robust und widerstandsfähig – man denke an das weiche Metall Aluminium. Unterlegscheiben aus Kunststoff kommen immer dann ins Spiel, wenn die spezifischen Eigenschaften der Metalllegierungen unerwünscht sind:

  • Wenn die Scheibe elektrisch isolieren soll.
  • Wenn die Scheibe nicht auf Magnetfelder reagieren darf.
  • Wenn die Scheibe besonders leicht sein soll.
  • Unterlegscheiben aus Kunststoff sind vielseitig

Lesen Sie das Wort „Unterlegscheibe“, haben Sie vermutlich eine kleine, runde Scheibe mit einem Loch in der Mitte im Kopf. Tatsächlich gibt es aber zahlreiche Formen der Beilagscheibe. Wir unterscheiden zwischen Federringen, Fächerscheiben und Federscheiben, Passscheiben und Stützscheiben, Spannscheiben und Karosseriescheiben. Viele dieser Formen werden inzwischen gerne aus Kunststoff gefertigt. Denn die isolierenden Eigenschaften der verschiedenen Kunststoffe, die weiche Dämpfung des Materials und die tolle Gleitfähigkeit sprechen einfach für sich.

Kunststoffe sind leicht und korrosionsbeständig. Das ist vor allem im Modellbau und im Kfz-Bereich wichtig. Aber auch Fahrräder werden zunehmend mit Unterlegscheiben aus Kunststoff gefertigt.

Eigenschaften beachten

Welche Beilagscheibe verwenden Sie nun wofür genau? Zuerst einmal muss die Scheibe hinsichtlich der Abmessungen passen. Achten Sie bei der Auswahl auf den Innendurchmesser, auf die Stärke und auf den Außendurchmesser. Besonders wichtig ist, dass der Durchmesser der -scheibenöffnung zum Durchmesser des Bohrlochs passt.

Achten Sie bei Metallverbindungen darauf, dass der Außendurchmesser etwa das Doppelte des Bohrlochdurchmessers beträgt. Bei Holzverbindungen muss der Außendurchmesser circa dreimal so groß sein.

Unterlegscheiben aus Kunststoff von OLAF Plastik sind an den gängigen Normen der deutschen Industrie orientiert. Wir bieten Ihnen Unterlegscheiben ähnlich DIN 125, ähnlich DN 9021 und ähnlich DIN 433. Gefertigt aus Polyamid, sind die Scheiben zur Montage von Schrauben und Muttern hervorragend geeignet. Polyamid ist sehr beständig gegen Öle und Lösungsmittel sowie gegen schwache Säuren. In der jeweiligen Produktbeschreibung finden Sie genaue Angaben, für welche Maße (M2,5 M3, M20 und so weiter) die Scheiben lieferbar sind.

Nicht jede Verbindung wird mit Beilagscheiben versehen

Unterlegscheiben aus Kunststoff ziehen Sie auf den Gewindebolzen auf, um die am Schraubenkopf oder an der Schraubenmutter auftretenden Druck- und Reibkräfte abzufangen. Wichtig ist, dass die Unterlegscheibe nicht bei jeder Verbindung verwendet werden darf. Bei Sechskantmuttern und bei flachen Schraubenköpfen werden in der Regel Unterlegscheiben verwendet. Bei besonderen Schraubenköpfen und selbstklemmenden Muttern verwenden Sie keine dieser Scheiben. Das hat einen einfachen Grund: Schrauben mit Senkkopf und Linsenkopf werden im Bohrloch versenkt. Das Bohrloch oder Gewindeloch ist mit einer entsprechenden Senkung versehen, die den jeweiligen Schraubenkopf aufnimmt – deshalb darf hier keine Beilagscheibe verwendet werden.

Bei selbstklemmenden Schraubenköpfen sollten Sie auch keine Beilagscheiben aus Kunststoff oder Metall verwenden. Denn die Scheiben würden die Funktion der Schrauben beeinträchtigen, Beilagscheiben aus Metall können die Schraubenköpfe sogar beschädigen.

Auch bei Radmuttern und Radschrauben am Kfz verzichten Sie auf die Scheiben. Die Schraubenköpfe sind so konzipiert, dass sie sich im Loch der Felge selbst festziehen und verklemmen.

Der individuelle Fall ist entscheidend

Zusammenfassend halten wir also fest: Ob Sie eine Beilagscheibe für Ihre Schraubverbindung verwenden, hängt vom individuellen Fall ab. Bei lackierten und besonders weichen Oberflächen führen auch Beilagscheiben unter Umständen schon zu Beschädigungen. Eine Schraubverbindung ohne Unterlegscheibe würd aber in jedem Fall den größeren Schaden anrichten.

Bei Verbindungen mit speziellen Schraubenköpfen verzichten Sie in der Regel auf die Scheibe. Immer dann, wenn Sie besonders leichte Materialien verwenden wollen, wenn der Korrosionsschutz eine Rolle spielt oder isolierende Verbindungen gefragt sind, empfehlen wir Ihnen Unterlegscheiben aus Kunststoff. Die aus Polyamid gefertigten Scheiben sind beständig gegenüber Fetten und Ölen und haben sogar schwachen Säuren und Lösungsmitteln einiges entgegenzusetzen.

 

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