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Stützscheiben, Dichtscheiben, Unterlegscheiben - Unterschiede und Funktionen

Scheiben werden als Zwischenelemente von Schraubenverbindungen und Maschinenbauteilen verschiedenster Art verwendet. Je nach Art der gewünschten Schrauben- oder Bauteilverbindung besteht der Verwendungszweck von Scheiben in einer zusätzlichen Verdrehsicherung oder darin, einen genau definierten Abstand zwischen zwei Bauteilen im verschraubten Zustand einzuhalten. Eine dritte Verwendungsvariante von Scheiben besteht in gewissen Abdichtfunktionen von zwei verschraubten Bauteilen.

Sinn und Zweck von Unterlegscheiben

Bei verschraubten Bauelementen ist es oft erforderlich, dass auf der Mutterseite der Verschraubung die Größe der Anlagefläche erhöht werden muss, da die wirksame Anlagefläche der Mutter beim Anziehen mit einem Schlüssel zu klein ist. Die zu geringe Anlagefläche der Mutter würde beim Anziehen die Anlagefläche des zu verschraubenden Bauteiles beschädigen.

Mit einer Unterlegscheibe wird diese Anlagefläche vergrößert, da die Scheibenfläche größer ist als die Anlagefläche der Mutter. Die Flächenpressung mit eingelegter Unterlegscheibe und gleichem Anzugsmoment verringert sich somit gegenüber der Flächenpressung ohne montierte Scheibe.

Folgende Liste vermittelt einen teilweisen Überblick über verschieden Arten von Scheiben:

  • Flache Scheiben ohne Fase DIN EN ISO 7090 (alte Norm DIN 125 Form A)
  • Flache Scheiben mit Fase DIN EN ISO 7090 (alte Norm DIN 125 Form B)
  • Scheiben, vierkantig, keilförmig, für U- und I-Träger DIN 434, DIN 435
  • Scheiben für Stahlkonstruktionen, 8 mm dick, DIN 7989-1, DIN 7989-2
  • Spannscheiben für Schraubenverbindungen DIN 6796

Mit Stützscheiben auf korrekten Abstand bringen

Stützscheiben sind planparallele runde Scheiben aus Stahl mit der Besonderheit, dass diese Scheiben bei gleichen Außen- und Innendurchmessern auch noch in unterschiedlichen Scheibenhöhen im Handel erhältlich sind.

Die Abstufungen dieser Scheibenhöhen sind dabei relativ klein gewählt und betragen je nach Baugröße der Scheiben ca. 0,1 bis 0,5 mm. Damit erhöhen diese Stützscheiben die Flexibilität ihrer Einsatzmöglichkeiten in der Weise, dass zwei Bauteile, auf einen bestimmten, gewünschten Abstand zueinander verschraubt werden können.

Stützscheiben sind nach DIN 988 genormt und im Handel erhältlich.

  • Passscheiben DIN 988 (Höhe 0,1, 0,15, 0,2, 0,3, 0,5, 1,0 mm)

Mit Dichtscheiben Leckagen vermeiden

Dichtscheiben bestehen aus zwei Teilen mit zwei unterschiedlichen Materialien, einem Grundkörper aus Edelstahl und einer vulkanisierten EPDM-Dichtung. Der Grundkörper aus Edelstahl ist dabei nicht planparallel wie bei einer Unterlegscheibe oder einer Stützscheibe, sondern sein Querschnitt hat die Form einer Hohlkugel mit einer zentrischen Bohrung. Der Querschnitt einer Dichtscheibe ist damit ähnlich der einer Tellerfeder.

Dichtscheiben können damit abdichtende Funktionen erfüllen, wie dies beispielsweise bei Ölablassschrauben bei Kraftfahrzeugen der Fall ist.

  • Dichtscheiben mit EPDM-Dichtung
  • Dichtscheiben aus Edelstahl A2 oder Edelstahl A4
  • Dichtung aus Ethylen-Propylen-Kautschuk-EPDM
  • Edelstahl A2-bedingt rostgeschützt, nicht säurebeständig
  • Edelstahl A4-rostgeschützt, säurebeständig

Fazit

Unterlegscheiben verringern zum einen durch ihre vergrößerte Auflagefläche ganz allgemein die Flächenpressung von zusammengeschraubten Bauteilen. Zum anderen bewirken sie eine Schonung der Auflageflächen zwischen Scheibe und Bauteil.

Mit Stützscheiben und ihren feinen Abstufungen kann man zu verschraubende Bauteile auf eine ganz bestimmte Distanz zueinander verschrauben.

Bei zu verschraubenden Bauteilen mit erwünschter Dichtigkeit sind Dichtscheiben die richtigen Elemente.

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