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Werkstatt einrichten – Tipps für ergonomisches Arbeiten

Wer gern daheim tüftelt und bastelt, für den ist eine Werkstatt im Keller oder in der Garage unverzichtbar. Doch wer stundenlang lötet, schleift, bohrt, hobelt und sägt, den plagen schnell Rücken und Nacken. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihre Werkstatt daheim ergonomisch einrichten können und von Schmerzen verschont bleiben.

Das A und O in einer Werkstatt ist natürlich die Werkbank, hier werden die meisten Arbeiten durchgeführt. Um dort möglichst ergonomisch arbeiten zu können, spielt die Höhe der Werkbank die entscheidende Rolle. Doch wie hoch sollte die ideale Werkbank sein?

Arbeitsplatte auf die Körpergröße anpassen

Eine pauschale Antwort gibt es – wie so häufig – leider nicht. Wie hoch die Werkbank eingestellt sein sollte, hängt zum einen von der Tätigkeit ab, die daran durchgeführt wird. Zum anderen natürlich von der Größe der Person, die daran arbeitet.

Da das Einbeziehen verschiedener Größen den Rahmen dieses Beitrags doch deutlich sprengen würde, orientieren wir uns an der durchschnittlichen Größe. Diese liegt bei Frauen bei 1,65 m, bei Männern bei 1,77 m. Grundsätzlich kann man sich an folgender Faustformel orientieren: Wenn man im Stehen die Arme locker herunterhängen lässt und die Arbeitsplatte auf einer Höhe mit den Handgelenken liegt, ist eine gute Höhe für die Werkbank gefunden.

Höhe der Arbeitsplatte auf Art der Tätigkeit anpassen

Werfen wir also einen genaueren Blick auf die Tätigkeiten, die üblicherweise an einer Werkbank durchgeführt werden. Hier unterscheiden wir zwischen folgenden Tätigkeitsfeldern:

  • Feinarbeiten
  • Geschicklichkeitsarbeiten und
  • Arbeiten mit hohem Kraftaufwand.

Unter Feinarbeiten versteht man all jene Arbeiten, die eine hohe Präzision erfordern und bei der man sich das Werkstück sehr genau anschauen muss. Dazu zählt alles, was mit Zeichnen, Skizzieren, Löten oder dem Modellbau zu tun hat. Für solche Feinarbeiten ist es am besten, die Werkbank etwas höher zu stellen, so dass man sich mit den Ellenbogen bequem abstützen kann.

Niedrige Arbeitsplatte bei Arbeiten mit hohem Kraftaufwand

Geschicklichkeitsarbeiten wie Schleifen, Polieren oder die Montage von Werkstücken erfordern natürlich auch Präzision, sind aber mit einem größeren Kraftaufwand verbunden. Bei diesen Arbeiten sollte die Arbeitsplatte so hoch sein, dass die Werkstücke etwa 15 Zentimeter unter dem Ellenbogen liegen.

Unter Arbeiten mit erhöhtem Kraftaufwand fallen Tätigkeiten wie Hobeln, Sägen und Bohren. Bei diesen Arbeiten ist es besser, wenn die Arbeitsplatte etwas niedriger ist. Folgende Tabelle der BGHW* (Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik) gibt einen guten Überblick:

Tätigkeit im Stehen

Arbeitshöhe in cm

Frauen (1,65 m)

Männer (1,77 m)

Feinarbeiten

95 – 105

100 – 110

Geschicklichkeitsarbeiten

85 - 90

90 – 95

Arbeiten mit hohem Kraftaufwand

79 -85

75 - 90

Werkbänke mit Stellschrauben individuell anpassen

Theoretisch ist die passende Höhe der Werkbank nun gefunden, jetzt geht es an die Praxis. Hier sind Stellschrauben unverzichtbar, mit Stellschrauben lassen sich Werkbänke ganz präzise auf die individuelle Arbeitshöhe einstellen. Viele Werkbänke sind werkseitig bereits mit Höhenverstellern oder Stellschrauben ausgestattet, viele Modelle können aber auch nachgerüstet werden.

Der Vorteil an Stellschrauben: Ändert sich das Tätigkeitsfeld oder möchte eine andere Person an der Werkbank arbeiten, kann die Höhe im Handumdrehen angepasst werden.

*BGHW; Informationen zum Arbeitsschutz (M 88, Ausgabe 9/2010, S8)

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